Beim Online-Dating präsentiert man sich selbst – wie man etwas präsentiert, was man im Internet verkaufen möchte. Man kann so selbst steuern, wie man wahrgenommen wird. Das bedeutet, dass man den ersten Eindruck, den man auf jemanden macht, beeinflussen kann. Damit geht aber auch eine gewisse Verantwortung einher. Schließlich kann man so auch dafür verantwortlich sein, dass man von anderen eher negativ wahrgenommen wird.

Das ist zum Beispiel dann möglich, wenn man sich mit Alkohol oder Drogen ablichten lässt. Es muss gar nicht mal das Objekt direkt sein, es reicht schon, wenn man vor einem Laden steht, in dem solche Waren verkauft werden. Das sagt jedem, der das Bild sieht, dass man gerne Alkohol trinkt oder was auch immer konsumiert. Solche Dinge sind natürlich eher zu vermeiden, wenn man nicht mit diesen Tätigkeiten und Vorlieben assoziiert werden möchte. Ebenfalls zu vermeiden sind Bilder offensichtlich aus dem Rotlichtviertel, wo solche Dinge zirkulieren. Außerdem werden solche Bezirke meist ohnehin eher negativ konnotiert.

Was ebenso zu vermeiden ist, sind Gruppenbilder oder Bilder, aus denen offensichtlich andere Personen herausgeschnitten wurden. Gruppenbilder können verschiedener Art sein – wenn weitere Personen des gleichen Geschlechtes gezeigt werden, wissen die anderen Nutzer nicht, welche dieser Personen nun jene ist, deren Profil sie sich gerade ansehen. Das Profilbild erfüllt also seinen wichtigsten Zweck nicht, anderen Personen die eigene äußere Erscheinung näherzubringen. Eine andere Möglichkeit für ein Gruppenbild wäre ein Bild mit einer Person aus dem eigenen Interessespektrum. Wenn dieses Bild den Eindruck vermittelt, die beiden Personen seien romantisch involviert, verschlechtert das die eigenen Chancen für das Online-Dating enorm, da es so wirkt, als sei man nicht bereit für eine neue Beziehung oder bereits in einer. Der gleiche Eindruck wird vermittelt, wenn man ein Bild ungünstig abschneidet oder jemanden herausschneidet.

Aber es gibt durchaus auch Dinge, die man tun sollte – nicht nur solche, die eher zu vermeiden sind. Da das Bild dazu dient, andere Nutzer für einen selbst zu gewinnen, sollte es dazu beitragen, dass man als eine sympathische Person wahrgenommen wird. Das geht am einfachsten, wenn man lächelt oder lacht. Man kann sich auch noch eine weitere Wirkung des Profilbildes zunutze machen: Man kann einen Aspekt des eigenen Charakters in den Vordergrund stellen. Das mag zunächst etwas schwammig klingen, bedeutet aber, dass man zum Beispiel auf ein Hobby oder eine Charaktereigenschaft hinweist. Je nachdem, an welchem Ort, in welcher Kleidung und bei welcher Tätigkeit man sich fotografieren lässt, vermittelt man den Nutzern einen bestimmten Eindruck von einem selbst. So kann ein passionierter Sportler sich zum Beispiel bei der Ausübung seiner Sportart ablichten lassen. Allerdings eignen sich hierfür nicht alle Sportarten oder allgemein Tätigkeiten gleich gut. Das liegt daran, dass nicht bei allen Tätigkeiten der Mensch so gut sichtbar ist. Schließlich soll das Profilbild vor allem die Funktion erfüllen, anderen Menschen einen Eindruck von der eigenen äußeren Erscheinung zu geben. Daher eignet sich zum Beispiel das Laufen besser als das Motorradfahren. Außerdem kann man manchmal von der Tätigkeit auf eine Charaktereigenschaft schließen.