Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich vor Augen halten, dass es verschiedene „Arten“ von Liebe gibt. Sie haben eines gemeinsam: ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das in der klassischen Partnerschaft durch die Ausschüttung von Hormonen bei körperlicher Nähe verstärkt wird. Das stellt quasi die „höchste Form der Liebe“ dar.

Aber auch zu einem Hobby, einem Haus oder einem Beruf kann man Liebe entwickeln. Dort spielen körperliche Aktivitäten überhaupt keine Rolle. Liebe ohne Sex ist also durchaus möglich. Das stellen auch Paare unter Beweis, die über viele Jahrzehnte zusammen bleiben, obwohl zwischen ihnen beispielsweise auf Grund körperlicher Einschränkungen kein Sex praktiziert werden kann. sie hat nie zeit für ein treffen deshalb haben wir auch kein Sex.

Sex ohne Gefühle und ohne Beziehung

In zwischenmenschlichen Beziehungen sind es viele Aspekte, die Liebe bewirken können. Ein ganz wichtiger Fakt ist das Vertrauen zueinander. Hinzu gesellen sich Achtung und andere Gemeinsamkeiten. Platonische Liebe ist oft unter Menschen zu finden, die sich als
„Seelenverwandte“ bezeichnen. Sie sind emotional oft stärker miteinander verbunden als Paare, die sich regelmäßig gemeinsamen Bettspielchen hingeben.

Dabei gibt es ein Phänomen. Solche platonischen Beziehungen sind häufig dauerhafter und belastbarer als Beziehungen, in denen Sex stattfindet. Ein volkstümliches Sprichwort bringt es auf den Punkt: „Die Grenze zwischen Liebe und Hass ist oftmals nur so schmal wie eine Bettkante.“ Es gibt eine ganze Reihe von Trennungen und Ehescheidungen, die durch unterschiedliche Interessen beim Sex bewirkt werden. Solchen Risiken ist eine Beziehung ohne körperliche Liebe nicht ausgesetzt.

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